Rezension: Isola

Januar 04, 2015

Er war wie jedes Jahr um diese Zeit der einzige Mensch im Garten des Evangelischen Klinikums in Berlin.

-Autorin-
Isabel Abedi 1967 geboren, hat 13 Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchschriftstellerinnen Deutschlands. Ihr Bestsellerroman >>Whisper<< wurde für den deutschen Jugendliteraturpreis 2006 nominiert. >>Isola<< ist Isabel Abedis dritter Jugendroman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

-Klappentext-
Zwölf Jugendliche. Eine einsame Insel. Drei Dinge, die sie mitnehmen dürfen. Und unzählige Kameras, die sie beobachten...
>>Ich hätte weglaufen können. Noch heute spukt dieser Gedanke noch oft in meinem Kopf. Ich hätte mich heimlich von der Gruppe entfernen können, genügend Gelegenheiten hatte es gegeben. Aber hätte das etwas geändert? Wäre das Projekt abgebrochen worden? Wäre vielleicht kein Blut geflossen? Es ist so sinnlos sich diese Fragen zu stellen, mein Verstand weiss das. Aber die Fragen wissen es nicht. Sie kommen - ohne vorher anzuklopfen und sich zu erkundigen, ob es gerade passt.<<

-Inhalt-
Sie sind zu zwölft und sie haben das grosse Los gezogen. Drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Film, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch nicht nur für die siebzehnjährige Vera, die ganz eigene Gründe hat, auf der Insel zu sein, wird das paradiesische Idyll zu einem schillernden Gefängnis. Was verbirgt der melancholische Solo, der Veras Gefühle auf ganz ungewöhnliche Weise berührt? Wer ist die hübsche Moon, die sanfte Pearl, der provozierende Joker, wer sind sie alle in Wirklichkeit? Ein jeder von ihnen kommt der Wahrheit näher, als der exzentrische Regisseur die Jugendlichen mit einem Spiel überrumpelt, auf das niemand vorbereitet ist. Ein Spiel, das bald tödlicher Ernst wird.

-Meine Meinung-
Dieses Buch hatte mich dieses Mal nicht wegen des Covers angesprochen, sondern wegen dem Klappentext und dem Inhalt. Ich habe mich auf einen spannenden Thriller gefreut.
Das Spiel, das die zwölf Teilnehmer per Zufall entdeckten, war, dass einer der Mörder spielen muss und alle anderen waren Opfer. Niemand weiss, was die anderen sind. Mörder oder Opfer. Der Mörder darf sich nicht bekennen und muss einen Spieler nach dem anderen in sein Versteck nehmen, indem er ihn am linken Handgelenk anfasst. Das Opfer muss ohne Widerstand mit ins Versteck, wo es bald darauf mit dem Boot abgeholt wird und nach Hause fährt. Doch es läuft leider nicht so harmlos, wie geplant.
Die Idee fand ich Klasse. Die Umsetzung nicht so ganz. Für mich gab es keine Spannung, ich fand es nicht atemberaubend. Wenn etwas geschah, geschah es halt, es nahm mich nicht mit. Es war eine nette Unterhaltung, man kann nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Für mich muss ein Thriller wirklich packend sein, damit es ein wirklich guter Thriller ist. Das Ende war das Spannendste und obwohl ich das Gefühl hatte, es sollte für die Leser schockierend sein, hat es mich keinesfalls überrascht. Ich wollte trotzdem weiterlesen, da ich wissen wollte, wer die Mörderkarte gezogen hat und wer der echte Mörder war. Die Geschichte sollte man lesen, wenn es einen interessiert, was passiert. Wenn man einen atemberaubenden Thriller erwartet, sollte man es vielleicht lieber sein lassen.

          

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