Rezension: Die Welt wär besser ohne dich

Februar 23, 2016

Die Wörter auf dem Bildschirm ergeben überhaupt keinen Sinn.
 
 
-Autorin-
Sarah Darer Littman, Schriftstellerin, Mutter und unbezahlte Chauffeurin, bezeichnet sich selbst als bestes Beispiel dafür, dass das Leben tatsächlich erst so richtig losgeht, wenn man 40 ist. Nachdem sie viele Jahre lang so unterschiedlichen Berufen wie Finanzanalystin und Bäuerin nachgegangen ist, hat sie endlich ihre wahre Berufung als Schriftstellerin gefunden. Sie schreibt nicht nur Jugendromane, sondern auch politische Kolumnen für Erwachsene. Ausserdem gibt sie Kurse für kreatives Schreiben an der Western Connecticut State University. Sarah Darer Littman lebt in Connecticut.
 
-Klappentext-
DU BIST SO ÄTZEND.
Wie kommst du darauf, dass ich dich jemals zum Homecomingball einladen würde? Du bist so eine Loserin.
DIE WELT WÄR BESSER OHNE DICH. UND TSCHÜSS, LOSERIN!!!

Seit Wochen chattet Lara mit Christian. Sie ist total verliebt und möchte ihn endlich treffen. Doch dann postet Christian plötzlich fiese Kommentare auf ihrer Facebook-Pinnwand. Und minütlich schliessen sich ihm andere an. Als Lara die Beleidigungen nicht mehr erträgt, trifft sie eine verzweifelte Entscheidung.
 
 -Inhalt-
Wenn ich die Spiegeltür des Arzneischranks in Richtung Badezimmerspiegel halte, sind plötzlich Hunderte Versionen von mir zu sehen. Als ich das zum ersten Mal ausprobiert habe, fand ich es cool - ein unendlicher Tunnel aus möglichen Laras. Aber jetzt zittert meinen Hand am Spiegel, während eine Träne über meine Wange läuft. Jedes dieser Gesichter spiegelt die Lara wider, die ich einst war, die ich jetzt bin oder die ich in Zukunft sein werde - wenn ich eine Zukunft hätte. Habe ich aber nicht. Ich schütte die Pillen in meine zitternde Handfläche und werfe so viele in den Mund, wie ich schlucken kann.
Runterspülen und noch einmal.
Und noch einmal.
Und noch einmal.
Und noch einmal. 
 
-Meine Meinung-
Das Buch beginnt mitten im Geschehniss, ohne Einleitung. Doch man braucht nicht lange, um zu begreiffen, um was es geht. Sofort ist man gefesselt und fiebert mit Lara und Sydney mit. Denn mit den Kapiteln wechselt der Protagonist. Es wird aus der Sicht von Lara, Sydney (Laras Schwester), Bree (Laras ehemalige beste Freundin und Nachbarin) und Liam (Brees Bruder) erzählt. Jede Person hat eine andere Ansicht dessen, was vorfällt und verhaltet sich entsprechend ganz anders. Diese Erzählvariante macht die ganze Geschichte verständlicher und man merkt, dass jeder Mensch individuell ist und sich anders verhaltet. Es geht nicht nur um Cybermobbing, sondern auch um die ganzen anderen Probleme, die dadurch entstehen. Es folgen auch Familienstreite und ganz viele weitere Schwierigkeiten. Das Buch soll zum Nachdenken anregen, was es auf jedenfall bei mir erreicht hat. Es soll zeigen, was aus unüberlegtem Handeln alles entstehen kann und was für Folgen es für Opfer und Täter mitbringt. Doch leider müssen auch die Mitmenschen der Familie leiden, obwohl sie nichts damit zu tun haben und dies wird dann wieder stark durch die verschiedenen Perspektiven gezeigt. Man bekommt auch die Gedanken der Mitmenschen zu lesen und nicht nur von den beteiligten Personen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schribstil passt sich den Personen an, somit kann man sich in sie hineinversetzen. Auch liest es sich sehr flüssig und man kommt sehr schnell voran. Es war etwas anderes, als ich sonst immer lese und auch das war eine schöne Abwechslung für mich. Durch das Buch habe ich auch Einiges erfahren können, was es mit Cybermobbing auf sich hat und die Meinungen der anderen Leser waren auch interessant zu lesen.  
Ich habe dieses Buch auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen und vielleicht hätte ich es nie gelesen, hätte ich es dort nicht entdeckt. Bis jetzt ist es kein sehr bekanntes Buch, aber ich hoffe, das ändert sich rasch. Denn dieses Thema sollte ernster genommen werden, denn durch Cybermobbing nehmen sich mehr Menschen das Leben, als man denkt. Ich kann mir dieses Buch auch als Schullektüre vorstellen, bei dem man mit den Schülern über solche Situationen diskutieren kann.
 
 
  
 
 
 

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