3/31/2016

Rezension: Die Seiten der Welt - Blutbuch

3. Band
Die Geister der Bücher bevölkerten den leeren Saal.


-Autor-
Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreissig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphig Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.
 
-Klappentext-
Das Ende der Bibliomantik
,,Schreibe etwas in den Büchern der Schöpfung um, und du veränderst die Vergangenheit. Und mit ihr die Gegenwart und Zukunft. Furia, du hast die Macht, diese Welt zu einer besseren zu machen. Wer schlägt so eine Chance aus?"
,,Ich", sagte sie. 

Das Sanktuarium ist untergegangen, aber die Bibliomantik wird von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Katastrophe abwenden kann, und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit.?
   
-Inhalt-
Sie waren in dieser Nacht nach London gekommen, um mehr über die rätselhafte Gefahr in der Tiefe herauszufinden. Beim Untergang des Sanktuariums hatten die Ideen Furia verschlungen - Furia Salamandra Faerfax, letzte Bibliomantin des Hauses Rosenkreutz, gerade mal sechzehn Jahre alt und seit Tagen verschollen. Möglicherweise tot. Nur das Isis das nicht wahrhaben wollte. Sie würde alles tun, um Furia wiederzufinden oder Gewissheit über ihr Schicksal zu erlangen. Und ihr blieb nicht viel Zeit.
 
-Meine Meinung-
Auf den letzten Band habe ich mich riesig gefreut und habe ihn noch besser gefunden, wie die beiden Bücher davor. Es gab keine nervige lange Einleitung, wie das manchmal der Fall ist bei mehrbändigen Büchern. Die Geschichte ging da weiter, wo der zweite Band aufgehört hat und das gab bei mir schon mal einen grossen Pluspunkt. Wenn das Buch bereits von Anfang an eine Spannung hat, macht es das viel interessanter und man liest es schneller durch. 
Wie Kai Meyer die bibliomnatische Welt wieder ausgeschmückt hat, war wieder einmal fantastisch. Manchmal kann ich nicht glauben, wie viel Fantasie man haben muss, um so eine Welt aufzubauen. 
Furia muss im letzten Band die alten Familiengeschichten herausgraben, denn ihr Grossvater Cassius Faerfax hat Dinge erschaffen, die Furia helfen können. Diese ganzen Geheimnisse Stück für Stück herauszufinden, war auch immer ein Grund, wieso man weiterlesen wollte. Es kommen viele Sachen zum Vorschein, die man nicht erwartet hätte. Über manches freut man sich, aber es gab natürlich auch Verluste, über die man nicht glücklich war. Jedes mal bin ich dann in einem Zwiespalt. Einerseits finde ich, macht ein Verlust das Buch emotionaler und das ist toll. Andererseits will ich nicht, dass dieser Charakter dann weg ist. Versteht ihr, was ich meine?
Nun aber zu meinem Lieblingscharakter in diesem Teil: Das Schnabelbuch. Ja, ihr lest richtig. Ich finde das Schnabelbuch hat so viel Humor und bringt immer ein Witzchen, wenn man es nicht erwartet. Ständig muss man schmunzeln und es wächst einem richtig ans Herz. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich am Liebsten ein Schnabelbuch, wenn ich ein Seelenbuch hätte. Mit dem kann man sich dann noch unterhalten, falls es mal langweilig wird.
Ihr seht schon, ich finde keine Kritik und deshalb gebe ich dem Buch natürlich fünf Herzchen.