7/20/2016

Rezension: Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Woran ich mich am besten erinnere, ist das Gefühl, zu ertrinken.


-Autorin-
Nicole Boyle Rodtnes wurde 1985 geboren und lebt in Kopenhagen, Dänemark. Die Erfahrung mit einem Aphasie-Patienten in ihrer Familie inspirierte die Autorin dazu, einen Roman über die Krankheit zu schreiben und zu zeigen, wie eine Person verschwindet, wenn sie keine Witze mehr erzählen oder über ihr Leben sprechen kann. Mit ihrem Buch Wie das Licht von einem erloschenen Stern möchte Rodtnes Aussenstehenden verständlich machen, was für ein harter Kampf es ist, seine Sprache wiederzufinden. 

-Klappentext-
Seit Vega bei einer Party gestürzt ist, kann sie weder sprechen, lesen noch schreiben. Diagnose: Aphasie. Doch war es wirklich ihr eigenes Verschulden? Oder wurde sie absichtlich geschubst? Als Vega diesen Verdacht gegenüber ihrer Freundin Ida und ihrer Schwester Alma andeutet, wenden sich beide vor den Kopf gestossen von ihr ab. Vega ist frustriert und fühlt sich völlig unverstanden und entsetzlich einsam. Bis sie Theo trifft und sie gemeinsam die fehlenden Puzzlestücke in Vegas Erinnerung zusammensetzen...

-Meine Meinung-
Dieses Buch war wieder mal ein Griff ins Unbekannte, denn ich hatte zuvor noch nichts davon gehört und habe es einfach mal von der Bibliothek mitgenommen, da mich der Klappentext überzeugte. Ich hatte das Buch an einem Tag durchgelesen, aber nicht weil ich es so toll fand, sondern weil ich eher nur grob über die Seiten flog. Der Schreibstil hat es mir nicht wirklich angetan und es konnte mich nie fesseln. Es gab für mich keinen Höhepunkt der Geschichte. Ich habe mich angestrengt, die Sätze im normalen Tempo zu lesen, weil ich dachte, vielleicht liegen Emotionen darin und das macht die Geschichte aus. Und obwohl es ja um eine Krankheit geht, die bestimmt emotionsvoll sein kann, habe ich keine gespürt. Viel mehr zu den Charakteren und alles kann ich auch gar nicht sagen, da es für mich ein Buch war, das ich einfach so gelesen habe ohne es wirklich gelesen zu haben. (Hoffentlich versteht ihr einigermassen, was ich meine.) Für Leute, die sich eine leichte, kleine Lektüre wünschen, einfach ein wenig zum Abschalten, ist diese Geschichte vielleicht etwas. Mich hat es leider gar nicht überzeugt und deshalb kann ich dem Buch nur zwei Herzchen geben.