7/24/2016

Rezension: Damals, das Meer

Regel Nummer eins: Traue niemandem.


-Autorin-
Bevor sie anfing zu schreiben, arbeitete Meg Rosoff in vielen verschiedenen Jobs, unter anderem im Verlagswesen und in der Werbung. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in London. Ihr aussergewöhnlicher Debütroman So lebe ich jetzt wurde mit dem Guardian Fiction Award ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, den sie mit ihrem zweiten Buch Was wäre wenn 2008 auch gewann.

-Klappentext-
Wie ich Finn traf? Und die kleine, windschiefe Hütte direkt am mehr fand, angefüllt vom ewigen Rauschen der Wellen, mit dem prasselnden Kaminfeuer und der wärmenden Suppe? Das war, als ich auf mein drittes Internat kam, St. Oswald, mit seiner Kälte, seinem Drill und seinem erbärmlich schlechten Essen. Zuerst suchte ich nur eine Zuflucht...

-Inhalt-
Auch jetzt bin ich wieder dort, zusammengekauert in meinem vertrauten warmen Kokon, während das Feuer erlischt und die Hütte abkühlt, geschützt vor dem tosenden Wind und dem brausenden Meer, eingewickelt in Decken, die von Finns rauchigem Holzduft durchdrunge sind, immer im Bewusstsein des anderen Jungen auf dem Boden über mir, rästelhaft und mächtig wie ein Engel. Nach all den Jahren kann ich an diese Nacht kaum zurückdenken, ohne in wunderbaren und schrecklichen Emotionen gleichzeitig zu versinken, in einem Gefühl so tief wie das Meer und so weit wie der nächtliche Himmel. Natürlich war es Liebe, aber das wusste ich damals nicht.

-Meine Meinung-
Natürlich musste ich dieses Buch mit in die Ferien nehmen und es am Strand lesen. Jedoch war es eine ganz andere Vorstellung vom Meer. Während ich an einem sonnigen, ruhigen Platz war, war Hilary von einem stürmischen, kalten Ort fasziniert. Er kam ins Internat, wo es ihm überhaupt nicht gefiehl und mit den Jungs in seinem Zimmer gab es auch nur ständig Krach. Beim Sportunterricht aber, als sie am Meer entlang liefen, entdeckte Hilary eine Hütte und wollte sich dort verstecken, um kurz auszuruhen. Dort begegnete er das erste Mal Finn, einem Jungen, der ganz alleine mit seiner Katze in diesem Häuschen wohnte. Hilary begann, Finn regelmässig zu besuchen. Jedoch passte dies der Schule gar nicht und er musste sich heimlich davon schleichen. Wäre da nicht noch ein Junge aus seinem Zimmer, der ihn Schritt für Schritt verfolgte.

Im Allgemeinen fand ich die Geschichte ganz interessant, da es nichts Gewöhnliches ist. Die Charakteren sind alle sehr speziell und es werden nicht die typischen Dinge als "schön" dargestellt, sondern eher speziellere Sachen. Niemand stellt sich eine kalte, kleine Hütte und ein stürmisches, eisiges Meer als gemütlich vor, aber gerade dies gefällt den Charakteren. Ich fand dies zur Abwechslung mal ganz toll.

Leider hat mir die Spannung gefehlt. Es gab am Ende zwei erschreckende Ereignisse, aber das war es dann schon. Der ganze Rest vom Buch hat sich ein wenig in die Länge gezogen. 
Der Schreibstil war schön und sehr ausgeschmückt, doch hatte es keine Emotionen hervorgerufen bei mir. 
Ein kleines, unnormales Buch für zwischendurch, aber nichts für jemanden, der ein Abenteuer will.