7/28/2016

Rezension: Saeculum

Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem.


-Autorin-
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach dem Erfolg ihres ersten Jugendbuchs Erebos, das in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und u. a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, wagte sie den Sprung ins hauptberufliche Autorenleben.

-Klappentext-
Du denkst, es ist eine harmlose Reise in die Vergangenheit, ein Spiel. Doch dann greift die Vergangenheit nach dir und gibt dich nicht mehr frei. Ist tatsächlich ein uralter Fluch wiedererwacht?

-Inhalt-
nf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter - ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei diesem Live-Rollenspiel, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer statfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus der hamlosen Reise in die Vergangenheit wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

-Meine Meinung-
Schon einmal habe ich ein ähnliches Buch gelesen (Isola), indem es um ein Spiel ging, abseits von den anderen Menschen. Vom Aufbau her waren sie sehr ähnlich, wobei mir Saeculum von der Spannung her besser gefiel. Es geschah ständig etwas, und immer etwas Neues. Leider war manches vorhersehbar oder offensichtlich. Das war für mich so der Minuspunkt des Buches.
Die Charakteren waren alle sehr unterschiedlich, wobei manche sympathisch waren und andere nicht. Und bei manchen lässt es sich streiten, ob man sie gerne hat oder lieber doch nicht. 
Die Spieler hatten kein langes Spiel, da es sehr schnell mit den gruseligen Ereignissen anfing. Das fand ich ganz gut, denn die mittelalterliche Sprache, die sie im Spiel hatten, war nicht wirklich etwas für mich und ich habe mich da immer ein wenig genervt. 
Doch das Ende hat nochmal einen riesen Pluspunkt gegeben, weil man so schockiert darüber war und alles plötzlich einen Sinn ergab.
Für mich ein gelungener Thriller, nur die Wendungen könnten weniger vorhersehbar sein.